Seiten

 

Mai 2012
M D M D F S S
     
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Neoprenanzüge

Der Neoprenanzug besteht aus Chloropren-Kautschuk und wurde 1932 von einer US-amerikanischen Firma unter dem Namen Duprene auf den Markt gebracht. Für Taucher und Surfer ist der Neoprenanzug wie für den Läufer das richtige Schuhwerk. Denn ein Neoprenanzug schützt den Wassersportler vor der Kälte. Doch nicht nur in kalten Regionen ist das Tragen von Neoprenanzüge sinnvoll, sondern auch in warmen Gegenden, da der Körper durch die Verdunstung des Wassers auf der Haut stark abgekühlt wird. Die Neoprenanzüge gewährleisten, dass eine angemessene Körpertemperatur bewahrt wird. Trotz des Schutzes vor Kälte müssen die Sportler bei Benutzung der Neoprenanzüge nicht auf Beweglichkeit verzichten.

Vielmehr erzeugt der Neoprenanzug sogar die angenehmen Nebeneffekte des verbesserten Auftriebs und der niedrigere Reibungswerte beim Gleiten. So ist auch verständlich, dass Neoprenanzüge nicht nur von Tauchern und Surfern geschätzt, sondern auch von Kajak-Fahrer und beim Triathlon verwendet werden. Neoprenanzüge werden für gewöhnlich als Einteiler mit langen Ärmeln und Beinen sowie einer Kopflaube angeboten. Da Neoprenanzüge unterschiedlichen Einsatzzwecken dienen, variieren auch die Stärken des Materials. Mit zunehmender Dicke des verwendeten Neoprens erhöht sich auch die Isolationswirkung. So sind Tropenanzüge meist nur zwei bis drei Millimeter dick, während die Stärke von Tauchanzügen für kältere Gewässer gewöhnlich fünf bis acht Millimeter beträgt. Da bei Zweiteilern Hose und Jacke übereinander gelegt werden, wird in der Mitte des Körpers sogar eine Neoprenschicht bis zu 15 Millimeter erreicht. Da die Neoprenanzüge aus verschiedenen Teilstücken zusammengesetzt sind, werden bei der Herstellung eines Anzugs unterschiedliche Materialstärken eingesetzt. Die Färbung des synthetischen Kautschuks erzeugt die in der Regel schwarze Grundfarbe. Die Zugabe von Farbstoffen bei der Produktion wird zwar aus Marketinggründen angewendet, allerdings mindert dies die Dehnfähigkeit des Neopren.  Neoprenanzüge gibt es sowohl für Herren als auch für Damen und mittlerweile sogar für Kinder. Da der Neoprenanzug wie eine zweite Haut sitzen sollte, ist eine Anprobe beim Kauf auf jeden Fall wichtig, damit eine gute Passform gewährleistet ist. Der hoch elastische Stoff sollte seinem Träger besonders um Schulter- und Armbereich eine hohe Flexibilität gewährleisten, damit beim Armzug ein geringst möglicher Widerstand entsteht.
Ein weiterer, vielfach nicht bedachter Vorteil dieser Neoprenanzüge ist, dass sie ihre Träger vor giftigen Meerestieren und -pflanzen, wie zum Beispiel Algen oder Quallen schützen.